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Black Friday: So holst du das Beste heraus, wenn du gerade erst startest

Lesezeit: 6 Minuten

Black Friday fällt in diesem Jahr auf Freitag, den 27. November. Viele, die gerade erst mit ihrem Webshop starten, denken, dass Black Friday nur etwas für „die Großen“ ist. Aber wusstest du, dass Online-Shopper weltweit am Black Friday 2025 rund 79 Milliarden US-Dollar ausgegeben haben, 6 % mehr als im Vorjahr? Allein in den USA erreichten die Online-Ausgaben mit 11,8 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord (2024: 10,8 Milliarden US-Dollar, TechCrunch). Die Zahlen steigen also weiter, und davon profitieren nicht nur die großen Händler: Auch kleinere Webshops bekommen ihr Stück vom Kuchen!

Im Vergleich zu früher hat sich allerdings etwas verändert: Black Friday ist längst kein Ein-Tages-Event mehr. In der Cyber Week 2025, den fünf Tagen von Thanksgiving (ein US-Feiertag) bis Cyber Monday, haben US-Kunden online 44,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben (Adobe). Außerdem haben frühere Aktionen dafür gesorgt, dass die Umsätze im November und Dezember gleichmäßiger verteilt waren, statt sich auf eine einzige Woche zu konzentrieren. Mit anderen Worten: Die Leute kaufen früher und vergleichen länger die Preise.

Um aufzufallen, musst du also nicht den höchsten Rabatt bieten. Hier findest du 7 praktische Black Friday Tipps, mit denen du dich und deinen Webshop clever auf Black Friday 2026 vorbereitest.

#1: Früh starten und dein Ziel festlegen

Weil Kundinnen und Kunden immer früher einkaufen, lohnt es sich nicht, bis zur letzten Woche zu warten. In den USA beginnen inzwischen mehr als die Hälfte der Menschen schon im Oktober mit ihren Weihnachtseinkäufen. Viele von ihnen warten mit größeren Anschaffungen aber, bis die Black-Friday-Angebote erscheinen.

Überlege dir deshalb zuerst, was du mit deinem Angebot erreichen möchtest. Denn viele Menschen entdecken am Black Friday zum ersten Mal einen neuen Onlineshop. Als junges Unternehmen solltest du diese Chance nutzen!
Wirf außerdem einen Blick zurück: Welche Produkte haben sich in diesem Jahr gut verkauft, und welche eher schlecht? Diese Zahlen helfen dir dabei, eine clevere Aktion zu planen.

#2: Wähle eine Aktion, die zu dir passt

Bei Black Friday geht es nicht nur um Mega-Rabatte. Als kleines Unternehmen wirst du den Preiskampf ohnehin kaum gewinnen können, und das musst du auch nicht. Wähle stattdessen eine Aktion, die zu deiner Marke passt:

  • Bundles: Kombiniere 2 oder 3 Produkte zu einem günstigen Set, das es nur am Black Friday gibt.
  • Kostenloser Versand: Für viele Kundinnen und Kunden ist das der entscheidende Anstoß zur Bestellung.
  • Eine kleine Zugabe: zum Beispiel ein Geschenk ab einem bestimmten Bestellwert.
  • Rabatt auf eine Auswahl: Wähle deine 5 beliebtesten Produkte aus und biete dafür ein attraktives Angebot an.

Vergiss nicht, auch deinen Service auf deiner Website hervorzuheben! Kleinere Anbieter punkten oft mit persönlicherem Service und helfen bei Problemen schneller weiter. Rücke das also unbedingt ins Rampenlicht!

#3: Gib echte Rabatte (und halte dich an die Regeln)

Rund um den Black Friday achten Verbraucherschützer besonders auf Scheinrabatte. Die genauen Regeln hängen davon ab, wo du verkaufst, das Prinzip ist aber überall gleich: Der Preis, mit dem du vergleichst, muss ein echter Preis sein, den du kürzlich tatsächlich verlangt hast. In Deutschland ist das in der Preisangabenverordnung (PAngV) genau geregelt: Bei einer Preisermäßigung musst du als Vergleichspreis den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angeben. Preise kurz vor dem Black Friday zu erhöhen, damit der Rabatt größer aussieht, ist also tabu.

Für dich als Neustarter ist das eigentlich eine gute Nachricht. Faire Preise schaffen Vertrauen, und genau das suchen Kundinnen und Kunden in einem neuen Webshop. Lege deine Preise also jetzt fest, dann kannst du deine Black-Friday-Aktion ganz entspannt starten.

#4: Bereite deinen Webshop auf den Ansturm vor

In der Cyber Week 2025 wurden weltweit 70 % aller Online-Bestellungen auf einem mobilen Gerät aufgegeben, und 78 % des Online-Traffics kamen von Smartphones und Tablets (Chain Store Age, mit Verweis auf Salesforce). Mit anderen Worten: Die meisten deiner Black-Friday-Kundinnen und -Kunden sehen deinen Webshop auf einem kleinen Bildschirm.

Dein Webshop muss auf dem Handy deshalb genauso gut funktionieren wie auf dem Laptop. Gehe daher die folgenden Punkte durch:

  • Öffne deinen Webshop auf deinem Handy und gib eine Testbestellung auf. Funktionieren alle Buttons, und ist der Text gut lesbar?
  • Verkleinere große Fotos, bevor du sie hochlädst. Schwere Bilder lassen deine Website langsamer laden.
  • Stelle sicher, dass deine Zahlungsmethoden funktionieren. Prüfe, ob Zahlungen zum Beispiel über Stripe und PayPal einwandfrei laufen.
  • Erstelle eine eigene Black-Friday-Seite, auf der du alle Angebote an einem Ort bündelst.

#5: Sorge für eine gute Planung

Die beste Aktion bringt nichts, wenn niemand davon erfährt. Mit einem klaren Plan und einer persönlichen Note fällst du auf. Ein Beispiel für einen Plan für Black Friday 2026:

  • Anfang November: Lass Besucherinnen, Besucher und Kunden deinen Newsletter abonnieren, damit sie dein Black-Friday-Angebot als Erste sehen.
  • Woche vor dem Black Friday: Gib auf deinen Social-Media-Kanälen einen Vorgeschmack auf deine Aktion.
  • Donnerstag, 26. November, der Tag vor dem Black Friday: Belohne deine treuen Kundinnen und Kunden mit „Early Access“ oder einem zusätzlichen Rabattcode.
  • Freitag, 27. November, Black Friday: Dein Angebot ist live! Teile es auf allen deinen Kanälen!
  • Montag, 30. November, Cyber Monday: Läuft deine Aktion bis zum Cyber Monday? Dann schicke eine letzte Erinnerung.

#6: Organisiere Versand, Lagerbestand und Rücksendungen

Paketdienste arbeiten rund um den Black Friday im Dauereinsatz. In der Black-Friday-Woche 2025 hat DHL in Deutschland einen Paketrekord aufgestellt: An einem einzigen Tag sortierte das Netzwerk rund 12,4 Millionen Sendungen, fast doppelt so viele wie an einem normalen Tag (DHL). Auch andere Paketdienste stehen in dieser Zeit unter Druck, plane deinen Versand also frühzeitig. So vermeidest du enttäuschte Kundinnen und Kunden:

  • Prüfe deinen Lagerbestand: Stelle sicher, dass du von deinen Aktionsprodukten genug auf Lager hast.
  • Sei ehrlich bei den Lieferzeiten: Gib die durchschnittliche Lieferzeit in Tagen auf deiner Website an.
  • Veröffentliche deine Widerrufsbelehrung und deine Rückgabebedingungen: Bei Online-Käufen haben Verbraucherinnen und Verbraucher ein 14-tägiges Widerrufsrecht, auch bei reduzierten Produkten. Platziere die Informationen im Footer deiner Website, damit sie immer leicht zu finden sind.

#7: Mach aus Neukunden Stammkunden

Wie du Kundinnen und Kunden nach dem Kauf betreust, entscheidet darüber, ob sie wiederkommen (DHL). Black Friday ist also nicht das Ende, sondern der Anfang.

  • Ein persönliches Dankeschön im Paket oder in einer E-Mail bleibt in Erinnerung.
  • Bitte neue Kundinnen und Kunden um eine Bewertung.
  • Nach dem Cyber Monday stehen Nikolaus und Weihnachten schon vor der Tür. Lass deine Kundinnen und Kunden wissen, dass du dich bereits darauf vorbereitest!

Bereit für deinen ersten Black Friday?

Mit diesen Tipps bist du bestens vorbereitet! Eine faire Aktion, ein gut funktionierender Webshop und ein persönlicher Umgang helfen dir, dich als junges Unternehmen zwischen den großen Namen zu behaupten. Wir wünschen dir einen erfolgreichen Black Friday!

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