„People buy with their eyes.“ Das ist eine bekannte Aussage in der E-Commerce-Welt. Laut einem Artikel von BigCommerce finden 75 % der Online-Shopper die Qualität der Produktfotos ausschlaggebend für ihren Kauf. In einem physischen Geschäft kann ein Kunde ein Produkt in die Hand nehmen, aber in deinem Onlineshop sind deine Fotos das einzige „greifbare“ Erlebnis. Wenn du deinen Umsatz steigern möchtest, musst du also lernen, wie du ansprechende Produktfotos erstellen kannst.
Zum Glück kommst du mit den richtigen Techniken und einem guten Smartphone (oder einer Kamera) schon sehr weit. In diesem Blog teilen wir 3 Tipps für die Erstellung guter Produktfotos.
Tipp #1: Beherrsche das Licht beim Produktfotos erstellen
Licht ist das Allerwichtigste für ein gutes Foto. Als Unternehmer ist natürliches Tageslicht am besten (und billigsten) für deine Produktfotos zu verwenden.
- Nutze ein (großes) Fenster für Tageslicht: Du brauchst keine Studiolampen, wenn du die Kraft des natürlichen Lichts nutzt. Du musst nicht warten, bis die Sonne in voller Pracht scheint, denn das sorgt nämlich für tiefe Schatten. Wähle lieber einen leicht bewölkten Tag, wodurch das Licht gleichmäßig über dein Produkt verteilt wird.
- Probleme mit Schatten? Nimm ein weißes Stück Pappe oder etwas Aluminiumfolie und platziere es auf der dunklen Seite. Das sorgt dafür, dass das Licht reflektiert wird und die Schatten aufhellt.
- Nutze nur eine Lichtquelle: Mische kein Tageslicht mit Kunstlicht. Das verhindert nämlich Farbabweichungen und sorgt dafür, dass all deine Produktfotos dasselbe professionelle Aussehen haben.
Tipp #2: Die Kraft der Komposition
Ein unordentlicher Hintergrund sorgt dafür, dass Kunden schnell abspringen. Du möchtest sicherstellen, dass die ganze Aufmerksamkeit auf das Produkt gelenkt wird.
Die Infinity Curve
Willst du einen super sauberen Hintergrund? Dann mach dir selbst eine Infinity Curve. Das machst du, indem du ein großes weißes Blatt Papier nimmst und es oben an deine Wand klebst. Lass den Rest in einer leichten Kurve über den Tisch laufen. Dadurch verschwindet die Horizontlinie auf deinem Foto und dein Hintergrund wirkt endlos.



Die Rule of Thirds (Drittel-Regel)
Platziere dein Produkt nicht immer genau in der Mitte. Nutze das Raster auf deinem Handy. Laut der Drittel-Regel wirkt ein Foto interessanter, wenn das Motiv auf einem der Schnittpunkte der Linien steht.

Mach deutlich, wie groß dein Produkt ist
Ein häufiger Grund für Retouren ist, dass ein Produkt oft größer oder kleiner ist als erwartet. Füge deshalb immer ein Foto hinzu, auf dem das Produkt in Gebrauch ist. Fotografiere es neben einem alltäglichen Gegenstand, damit der Kunde sofort sieht, wie groß es ist.
3. Nachbearbeitung und Optimierung
Ein gutes Produktfoto ist erst nach dem letzten Schliff wirklich fertig, aber Achtung, denn Nachbearbeitung ist etwas anderes als Filter zu verwenden! Es ist wichtig, dass du die folgenden Dinge anpasst/überprüfst:
- Die Helligkeit deines Fotos: Konzentriere dich darauf, die Belichtung und den Kontrast zu erhöhen. Verwende keine Filter, sondern nur diese beiden Funktionen!
- Dateigröße VS. Geschwindigkeit: Die Geschwindigkeit, mit der deine Bilder geladen werden, ist entscheidend. Große Bilder (5+ MB) machen deine Website langsam. Verwende Tools wie TinyPNG, um deine Fotos ohne Qualitätsverlust zu verkleinern.
- SEO-Optimierung: Sobald du deine Fotos bei Webador hochlädst, gib ihnen einen Namen, zum Beispiel handgemachte-lederjacke-braun.png
Leg los: Eigene Produktfotos erstellen!
Selbst professionelle Produktfotos erstellen ist einfacher, als du denkst! Nimm dir Zeit, experimentiere mit verschiedenen Blickwinkeln und Räumen und schau dir genau an, was deine Konkurrenten tun. Mit diesen 3 Tipps kannst du auf jeden Fall eine gute Grundlage für einen optisch ansprechenden Onlineshop schaffen. Schau dir auch gerne unsere weiteren Tipps für deinen Onlineshop an!